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Echos des Lebendigen

Trockenheit: weniger gießen, aber besser

Sécheresse au jardin : sol et végétation illustrant la nécessité d’un arrosage raisonné

In einer Minute

Bei Trockenheit sind viele kleine Wassergaben nicht immer die beste Antwort. Ziel ist es, Pflanzen zu tieferen Wurzeln anzuregen, die Bodenfeuchtigkeit zu schützen und Wasser den Pflanzen vorzubehalten, die es tatsächlich brauchen. Vor jedem Gießen sollten außerdem die örtlich geltenden Einschränkungen geprüft werden.

Wenn der Garten nach Wasser verlangt

Die ersten Anzeichen können täuschen.

Ein Blatt kann sich in den heißesten Stunden senken und sich am Abend wieder aufrichten. Umgekehrt kann eine Pflanze noch grün aussehen, obwohl der Boden in der Tiefe bereits sehr trocken ist.

Vor dem Gießen sollte man deshalb den Boden unter der Oberfläche prüfen. Ein Finger, eine kleine Pflanzschaufel oder ein Holzstück helfen festzustellen, ob im Wurzelbereich noch Feuchtigkeit vorhanden ist.

So gießt man nach Bedarf statt aus Gewohnheit.

Warum häufiges oberflächliches Gießen Pflanzen schwächen kann

Eine sehr oberflächliche Wassergabe befeuchtet vor allem die ersten Zentimeter des Bodens. Dort ist das Wasser stärker der Verdunstung ausgesetzt, und die Wurzeln können sich nahe an der Oberfläche konzentrieren.

Wenn es zu den Bedürfnissen der Pflanze und zur Bodenart passt, regt eine tiefere Durchfeuchtung die Wurzeln dazu an, ein größeres Bodenvolumen zu erschließen.

Doch eine schlechte Regel sollte nicht durch eine andere ersetzt werden: Lehmboden, Sandboden, eine Topfpflanze, ein junger Baum und eine seit Jahren eingewachsene mediterrane Pflanze werden nicht auf dieselbe Weise gegossen.

Die richtige Methode passt mehrere Faktoren an:

  • die Wassermenge;
  • die Häufigkeit;
  • die Geschwindigkeit der Wasserzufuhr;
  • die tatsächlich bewässerte Fläche;
  • die erreichte Tiefe.

Tropfbewässerung kann Verluste begrenzen, weil das Wasser direkt in Wurzelnähe abgegeben wird – vorausgesetzt, das System ist richtig eingestellt.

Zum sinnvollsten Zeitpunkt gießen

In den heißesten Stunden kann ein Teil des Wassers verdunsten, bevor es tief genug in den Boden eingedrungen ist.

Gießen am Morgen ist häufig günstiger: Die Pflanzen verfügen vor der Hitze über Wasser und eventuell benetztes Laub kann im Laufe des Tages abtrocknen.

Auch abendliches Gießen kann in manchen Situationen sinnvoll sein. Bleibt das Laub jedoch die ganze Nacht feucht, kann dies bestimmte Krankheiten begünstigen. Wenn möglich, sollte direkt am Fuß der Pflanzen statt über die Blätter gegossen werden.

Während behördlicher Einschränkungen können zulässige Gießzeiten örtlich vorgeschrieben sein. In Frankreich gibt es vier Stufen – vigilance, alerte, alerte renforcée und crise. Die jeweils geltenden Regeln sollten über VigiEau oder bei den örtlichen Behörden geprüft werden.

Mulchen: vorhandenes Wasser schützen

Mulch gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, um das Austrocknen des Bodens zu verlangsamen.

Eine Schicht aus Laub, Stroh, Holzhäcksel oder kleinen Zweigen:

  • vermindert die Verdunstung;
  • verringert Temperaturschwankungen;
  • schützt die Oberfläche vor Verschlämmung durch Regen;
  • bremst manche unerwünschten Pflanzen;
  • versorgt die Bodenorganismen nach und nach mit organischem Material.

INRAE weist darauf hin, dass bedeckter Boden weniger Wasser verliert als nackter Boden. Die französische Umweltagentur ADEME empfiehlt im Allgemeinen, Mulch auf der Oberfläche auszubringen, ohne ihn einzuarbeiten oder den Wurzelhals der Pflanzen zu bedecken.

Dicke und Material müssen jedoch angepasst werden. Eine zu kompakte Schicht kann das Einsickern behindern, übermäßige Feuchtigkeit halten oder bestimmte Tiere nahe empfindlicher Jungpflanzen anziehen.

Ein lebendiger Boden hält Wasser besser

Wie gut ein Garten Trockenheit übersteht, hängt nicht nur von der Gießkanne ab.

Verdichteter, unbedeckter Boden kann Starkregen schlecht aufnehmen. Ein geschützter Boden, der mit organischer Substanz angereichert und von Wurzeln und Bodenorganismen durchzogen ist, besitzt dagegen in der Regel eine bessere Struktur.

Kompost, zersetztes Laub, abgestorbene Wurzeln und Pflanzendecken tragen zu dieser Struktur bei.

Ziel ist nicht, einen perfekten „Schwamm“ zu erzeugen, sondern Wasser dabei zu helfen, einzudringen, sich zu verteilen und länger verfügbar zu bleiben.

Pflanzen wählen, die zum Ort passen

Eine Pflanze, die nicht zum Boden oder Klima passt, verlangt mehr Eingriffe.

Vor dem Pflanzen sollte man betrachten:

  • die örtlichen Niederschläge;
  • die Bodenart;
  • die Windexposition;
  • die Dauer der Sonneneinstrahlung;
  • den verfügbaren Wurzelraum;
  • die Wintertemperaturen;
  • Hitzeperioden.

Heimische oder bereits an das regionale Klima angepasste Pflanzen benötigen nach guter Etablierung häufig weniger zusätzliches Wasser. ADEME empfiehlt, genügsame, standortgerechte Arten zu bevorzugen, statt sehr anspruchsvolle Pflanzen dauerhaft künstlich zu versorgen.

Lavendel, Rosmarin, Zistrosen oder manche Salbeiarten können für trockene Gärten geeignet sein – aber nur, wenn Boden, Klima und Wintertemperaturen passen. Eine Liste „trockenheitsresistenter Pflanzen“ kann die Beobachtung des konkreten Ortes daher nie ersetzen.

Junge Pflanzungen bleiben empfindlich

Eine als trockenheitsverträglich bekannte Pflanze ist nicht sofort selbstständig.

Während des Anwachsens bleibt ihr Wurzelsystem zunächst auf den Ballen oder die Pflanzgrube beschränkt. Sie kann über eine oder mehrere Jahreszeiten regelmäßige Aufmerksamkeit brauchen.

Bei einem jungen Baum ist es besser, eine ausreichend breite Fläche rund um den Ballen zu bewässern, statt das gesamte Wasser direkt am Stamm auszuschütten. Langsame Wasserzufuhr gibt dem Wasser mehr Zeit zum Eindringen.

Mit zunehmender Einwurzelung können die Abstände zwischen den Wassergaben je nach Wetter und tatsächlichem Bodenzustand verlängert werden.

Regenwasser sammeln

Regenwasser kann zur Gartenbewässerung genutzt werden, sofern gesundheitliche Regeln und mögliche örtliche Beschränkungen eingehalten werden. Es darf nicht automatisch als Trinkwasser betrachtet werden.

Eine Zisterne, die an ein Dach angeschlossen ist, kann einen Teil der Niederschläge für trockenere Zeiten speichern.

Diese Reserve bleibt jedoch begrenzt: Sie ersetzt weder standortgerechte Pflanzen noch Bodenschutz und macht unnötiges Gießen nicht sinnvoller.

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